Brief über den Poststrukturalismus PDF Drucken E-Mail

Lieber Gerhard Scheit! Es ist schon bemerkenswert, dass wir beide dasselbe Buch — „Kritische Theorie und Poststrukturalismus” — gelesen und besprochen und eben doch zwei völlig verschiedene Bücher wahrgenommen haben. Manches, worauf Du eingehst, erscheint mir uninteressant, manches, was Du lobst, scheint mir bedenklich zu sein, und manches, was Du zurückweist, gehört für mich zum Besten des Bändchens.
Nun interessiert mich am allerwenigsten die Frage, ob Du Recht hast oder ich oder wie es anzustellen wäre, dass Du mich überzeugst oder ich Dich überzeuge. Mir geht es eher darum, aus Missverständnissen Verständnisse von Unterschieden zu machen. Es wäre doch gelacht, wenn es zwei intelligenten Menschen wie uns beiden nicht gelänge, miteinander im Gespräch zu bleiben.
Deine Rezension ist dabei für meine nachfolgenden Gedanken nur ein Anlass; sie befassen sich ohne Anspruch auf Vollständigkeit mit Grundsätzlichem und Nebensächlichem; sie sind auch nicht systematisch, weshalb ich sie einfach Durchnummeriert habe. Vieles wird Dir nichts Neues erzählen und steht sozusagen nur zur Abrundung der Thematik da.


1. Der Ausdruck Poststrukturalismus kann, um es mal so zu sagen, freundlich oder unfreundlich verwendet werden. Die freundliche Verwendung nimmt ihn als eine Art Hilfskonstruktion, mit der bei einer Reihe von AutorInnen bzw. deren Texten trotz der offensichtlichen und womöglich sogar überwiegenden Unterschiede und Gegensätze ein Gemeinsames benannt werden kann, das vor allem darin besteht, dass jene AutorInnen bzw. Texte von anderen AutorInnen in anderen Texten kombiniert werden. Poststrukturalismus in diesem Sinne ist weder eine Schule noch eine Epoche oder dergleichen, sondern die Tatsache, dass jemand beispielsweise von bei Foucault und Derrida Gefundenem bei seiner oder ihrer eigenen Arbeit Gebrauch macht. Die unfreundliche Verwendung des Ausdrucks Poststrukturalismus nimmt diesen als mehr oder minder eindeutige Bezeichnung für einen theoriegeschichtlichen Ismus unter anderen, für etwas, das man überblickt, Durchschaut und prinzipiell widerlegt zu haben meint. Poststrukturalismus als Feindbegriff will nicht auf Gemeinsamkeiten trotz Differenzierung hinaus, sondern imaginiert eine Einheitlichkeit und Geschlossenheit, der die nachlesbare Textlage Hohn spricht.
2. Man könnte auch von einer „schwachen“ und einer „starken“ Verwendung des Ausdrucks Poststrukturalismus sprechen; einer solchen, die sich selbst nicht ganz ernst nimmt, und einer solchen, die ohne eine fixe Identität für sich und ihr Objekt nicht auskommt. Die eine sagt immer ein bisschen weniger, als sie vielleicht könnte, die andere pocht darauf, mehr zu wissen als die in Rede stehenden AutorInnen und Texte — denn wer nennt sich schon selbst einen „Poststrukturalisten“ oder eine „Poststrukturalistin“?
3. Nun ist es nicht so, dass die unfreundliche oder starke Rede von „Poststrukturalismus” verboten gehörte oder doch wenigstens zu unterlassen wäre. Sie ist allerdings in größerer Beweisnot als die freundlich-weiche. Denn wer einfach nur auf das punktuelle gemeinsame theoriepraktische Funktionieren ansonsten unvereinbarer Ansätze verweisen will, darf großzügiger über Details und Zusammenhänge hinweggehen als jemand, der Divergierendes nur als Ablenkung von der zu Grunde liegenden Einheit ansieht. Im bürgerlichen Rechtsstaat liegt die Beweislast bei der Anklage, und auch in der Philosophie kann auf diesen Grundsatz nicht gut verzichtet werden — man gäbe denn das Argumentieren auf und beschränkte sich aufs Polemisieren.
4. Selbstverständlich ist der Vorschlag, zwischen „stark-unfreundlicher“ und „schwach-freundlicher“ Verwendung des Ausdrucks Poststrukturalismus zu unterscheiden, ungenügend. In die Quere kommt ihm eine tatsächlich vorhandene affirmative („freundliche“) Verwendung, deren Einheitlichkeits-Phantasma sich nur mäßig von dem der Anti-PoststrukturalistInnen unterscheidet. Derlei findet sich nicht selten in mäßig nützlicher Sekundärliteratur und im Tertiärgeschwätz. Nun gehört es allerdings auch zum Mehr-Wissen der unfreundlichen Verwendung, dem Gerede der Nachplapperer mindestens genauso viel Aufmerksamkeit zu schenken wie den Texten jener demgegenüber geradezu „seriösen“ AutorInnen, denen man das Etikett „Poststrukturalismus” dann gleichfalls anpappt. — Zu dieser Problematik gehört übrigens auch der Vorwurf des Modischen, der gerne gegen gewisse AutorInnen bzw. deren Texte erhoben wird. Von „Mode“ lässt sich leicht reden, wenn man vorab festgelegt hat, das „Mode-Zeitschriften“ und deren theoriebildnerische Äquivalente als Auskunftsquellen genügen.
5. Die Verwendungen des Ausdrucks Poststrukturalismus, ob nun freundlich oder unfreundlich, stark oder schwach, „hart“ oder „weich“, machen Sinn. Hilfreich für nachvollziehbare Argumentationen ist es jedoch, genau anzugeben, wovon man spricht. Die Rede von „dem Poststrukturalismus” oder den „den Postrukturalisten“ besagt nicht viel, wenn sie nicht sagt, wer (und womöglich: mit welchem Text) gemeint ist. Es hat sich zwar ein gewisser informeller Kanon herausgebildet, besser gesagt, es ist üblich geworden, als poststrukturalistisch Barthes, Baudrillard, Deleuze, Derrida, Foucault, Guattari, Irigaray, Kristeva, Lyotard zu bezeichnen. (Manche zählen noch Althusser oder Lacan hinzu, doch wenn das Post-Strukturalisten sind, wer geht dann — außer Lévi-Strauss, der fast alle überlebt hat — noch als Strukturalist durch?) Aber schon beim Aufstellen einer solchen Reihe wird mir mulmig. Die genannten AutorInnen selbst haben einander häufig öffentlich widersprochen und in ihren Texten sind zum Teil unüberbrückbare Gegensätze formuliert. Das sollen alles Köpfe derselben Hydra namens „Poststrukturalismus” sein? Schwer vorzustellen.

 

6. Nochmals: Die Verwendung des Ausdrucks Poststrukturalismus macht Sinn. Allerdings nur, wenn man den jeweiligen Sinn nicht gleich wieder dadurch verdunkelt, dass man Poststrukturalismus, Postmoderne, Postfordismus, Posthistorismus und allerhand andere Post-Wörter durcheinanderwirft. Gesetzt selbst, all diese Ausdrücke hätten einen mehr oder minder festen Begriffsgehalt, dann doch sicherlich nicht denselben. Eines sind bestimmte ästhetische (etwa literarische oder architektonische) Verfahren, etwas anderes bestimmte ökonomische und soziale Entwicklungen, eines bestimmte geschichtsphilosophische Träumereien, etwas anderes bestimmte theoriepraktische Arbeitsweisen. Selbstverständlich kann und darf Ungleiches verglichen und können und dürfen Zusammenhänge auch dort hergestellt werden, wo das Zusammenhängende verschiedenen Gegenstandsbereichen angehört. Nur muss man derlei auch tatsächlich können; woran dann auch so mancher vulgärmaterialistische Deutungsversuch regelmäßig scheitert.
7. Ich selbst gebrauche den Ausdruck „poststrukturalistisch“ nur ungern und zögernd. Aber manchmal ist er nützlich, um gewisse Denkweisen von denen abzugrenzen, die den so häufig ungebildeten und ungerechten Angriffen auf sie zu Grunde liegen. — Poststrukturalismus? Lieber spräche ich vom „poststrukturalistischen Feld“, wobei die Metapher eher der Physik als dem Ackerbau zu entnehmen wäre. Auch „Poststrukturalismen“ wäre mir, da es eher nach Vielfalt klingt, sympathischer als Poststrukturalismus.
8. Es liegt mir nichts daran, „den Poststrukturalismus” zu verteidigen. Die AutorInnen bzw. Texte, die ich schätze, haben meine Verteidigung nicht nötig. Allerdings muss wohl, wer den schon genannten unangemessenen Angriffen entgegentritt, als Verteidiger erscheinen. Dann bestünde mein „Verteidigen“ also zunächst bescheidenerweise stets darin, zu genauer Zitation und folgerichtiger Argumentation aufzufordern, und dem bloßen Bescheidwissen die Forderung nach umfangreicher Lektüre entgegenzuhalten …
9. Ganz klar: Ich bin kein Poststrukturalist. (Und ich glaube nicht, dass das irgendjemand sein kann.) Aber ich verwende Gedanken, die ich aus Texten heraus- oder hineinlese, die als poststrukturalistisch gelten. Das scheint mir für ein Denken, das Zeitgenossenschaft beansprucht, auch nicht anders möglich, umso mehr als meine liebsten Themen Sexualität, Männlichkeit, Homosexualität sind — Bereiche, zu denen man sich meiner Meinung nach nicht äußeren sollte, wenn man die aktuellen Diskussionen nicht kennt: und die sind eben u.a. „poststrukturalistisch“ geprägt. (Du erwähnst ja selbst in Deiner Rezension „subkulturelle Milieus und verschiedene Bewegungen außerhalb des gesellschaftlichen Mainstreams (Schwule, Lesben, Feminismus etc.)“ und deren Affinität zum Poststrukturalismus — ich werde weiter unten noch darauf zurückkommen.) Wenn also mal wieder die Poststrukturalisten entlarvt werden, frage ich mich sehr wohl, was das mit mir zu tun hat. Und ich behaupte, dass es nicht nur an psychologisch leicht erklärlichen Widerständen oder an schlichter Verblendung liegt, wenn ich mich mit dem, was da hinter der Larve angeblich als Eigentliches zum Vorschein kommt, nicht so recht identifizieren mag.
10. „Mit dem Totalitätsbegriff wird wirklich das Schibboleth erfaßt (…)”, schreibst Du — und hast meiner Meinung nach ganz Recht. Nicht unbedingt in dem strengen Sinne, wie er aus dem 12. Kapitel des Buches der Richter zu entnehmen wäre: Die Gileaditer kontrollierten einst die Übergänge über Jordan, indem sie die Passierenden das Wort „Schibbolet“ sagen ließen; wer „Sibbolet“ sagte, war an seiner Aussprache als Ephraimiter erkannt und wurde erschlagen. Die Bibel nennt die Zahl von 42.000 Toten.
11. Es gibt Wörter, die sollte man, so wie es fromme Setzer früher taten, in Versalien schreiben: TOTALITÄT, WERT, KAPITALVERHÄLTNIS. Das machte deutlich, dass es sich dabei mitnichten um Begriffe, sondern um Eigennamen handelt; ehrfürchtig auszusprechende zudem.
12. Eine gewisse Weise der „Kritik“ habe ich einmal damit verunglimpft, dass ich behauptete: „Im Grunde läßt sich das, was Robert Kurz der Postmoderne vorzuwerfen hat, in einem einzigen Satz zusammenfassen: Sie ist nicht die Wertkritik.“ So wird, auf weniger plumpe Art, tatsächlich oft verfahren. Man hält den jeweils anderen vor, dass sie nicht dieselben Vorannahmen teilen wie man selbst, dass sie nicht dieselben Methoden anwenden, nicht zu denselben Ergebnissen kommen usf. Nun ist „X tut nicht, was Y tut“ noch keine Kritik, erst wenn sich zeigen lässt „weil X das und das tut oder lässt, kommt X zu einem nachweislichen falschen Ergebnis“ und „weil Y das und das tut kommt er zu einem nachweislich richtigen Ergebnis“ — wobei der Nachweis der Richtigkeit oder Falsch[heit] selbstverständlich besonders interessiert —, lässt sich mit einem solchen Vergleich etwas anfangen. Mir genügt es also nicht, dem poststrukturalistischen Denken nachzuweisen, dass darin kein Totalitätsbegriff verwendet wird, wenn nicht zugleich nachgewiesen wird, warum das jenseits des Umstands, dass man selber ihn verwendet, so wichtig ist. Anders gesagt: Auf die Frage „Was fehlt dem Poststrukturalismus, weil ihm die Totalität fehlt?“ wäre „Die Totalität natürlich“ also eine etwas schlappe Antwort.
13. Das eben Gesagte betrifft selbstverständlich nicht Dein eigenes Vorgehen. Du bemühst Dich ja, so scheint mir, im Gegenteil darum, poststrukturalistischen Ansätzen nachzuweisen, dass sie um die Totalität, ob sie wollen oder nicht, nicht herumkommen, weshalb sie in ihnen sozusagen als verdrängte wiederkehrt. Dies möchte ich auf dreierlei Weise kritisieren: Vermuten, dass es sich dabei nur um eine Variante der im vorigen Abschnitt genannten Abwehr handelt (Abschnitt 19 bis 21); aufzeigen, dass die als „Ersatztotalität“ in Betracht kommenden Begriffe keine solche sind (ab Abschnitt 22); und andeuten, dass tatsächlich ohne TOTALITÄT auszukommen wäre (eigentlich überall).
14. Aber zunächst zu etwas ganz anderem. Du legst — völlig zu Recht, wie ich finde — besonderen Nachdruck auf Nietzsche und Heidegger als für das, was man Poststrukturalismus nennen könnte, wichtige Autoren. Tatsächlich wäre von diesen beiden her die Geschichte der Missverständnisse neu zu überdenken. Ich denke dabei besonders jene Missverständnisse, die durch die unterschiedliche Philosophiegeschichte und Philosophiepolitik diesseits und jenseits des Rheins geradezu entstehen mussten und von interessierte Seite, insbesondere zu Frankfurt am Main, nach Kräften befördert wurden. Ich will diese meiner Meinung nach nicht zu unterschätzende Differenz hier gar nicht weiter entfalten, nur so viel: Selbstverständlich konnten in ein einem Land, das sozusagen von Kollaboration und Résistance gleichermaßen geprägt ist, Nietzsche und Heidegger ganz anders gelesen werden als im Wirtschaftswunderdeutschland mit seiner weit unappetitlicheren und gefährlicheren Vergangenheitspolitik. Die beiden Denker auf ihr Vorläufer- und Mitläufertum zu reduzieren, konnte nur dort geschehen, wo das Politische das Philosophische gerade deshalb verstellen musste, weil man sich der Philosophie gern bediente, um die Politik zu verbergen.
15. Man kann doch schwerlich den Franzosen und Französinnen, die sich Nietzsches und Heideggers bedienen, die deutsche Vergangenheit zum Vorwurf machen.
16. Es steckt oft ein Moment der Überheblichkeit, des durch nichts gerechtfertigten „Mehr-Wissens“ in der Unterstellung, die — nicht nur französischen — AutorInnen, die sich mit Heidegger und Nietzsche beschäftigen, seien entweder zu naiv, um das Wesentliche mitzubekommen, oder sie seien einfach bösartig. „Postmoderne ist Präfaschismus“, heißt das dann in „bahamas“. — Ist diese Arroganz übrigens nicht wieder „typisch deutsch“?
17. Die Frage ist doch: Muss ich N. und H. lesen und verstehen, um zu wissen, dass sie in dem und dem Zusammenhang mit dem Faschismus stehen; oder weiß ich immer schon, dass H. ein Nazi war und N. einer gewesen wäre, weshalb ich es mir ersparen kann, sie zu lesen?
18. Es gibt ihn meiner Meinung nach schlichtweg nicht, den von Dir behaupteten „Einbruch deutscher Wahnvorstellungen von Macht und Sein in die französische Philosophie des Poststrukturalismus”. Aus zwei sehr schlichten Gründen: Weder sind Heideggers oder Nietzsches Philosophie ausschließlich (wenn überhaupt) „Wahnvorstellungen von Macht und Sein“. Noch bricht irgendetwas bei irgendwem ein. Vielmehr gibt es eine vorsichtige Rezeption und ein sehr eigenständiges Weiterdenken. Quod erit demonstrandum.
19. Damit komme ich wieder auf die Frage zurück, ob das Wiederfinden der Totalität im Poststrukturalismus nicht etwas entdeckt, was man zuvor dort selbst versteckt hat, ob also die Kritik nicht also doch bloß darauf hinausläuft, das das Denken der anderen nicht das eigene ist. Du schreibst über den bei Deleuze/Guattari und Foucault wiederkehrenden Machtbegriff Nietzsches: „Das Kapitalverhältnis wird als ‘Wille zur Macht’ fetischisiert und das bürgerliche Subjekt eingeladen, sich mit ihm vollkommen zu identifizieren. (…) hat einst die ‘blonde Bestie’ der Formierung von Großkapital und imperialistischem Staat, die das alte Kleinstaaten-Deutschland hinwegfegte, einen mythischen Ausdruck gegeben, verschafft die antiödipale ‘Wunschmaschine’ dem kapitalen Zwang zum massenhaften Warenabsatz, der die kleinfamiliale Ordnung umpflügt, ein rebellisches Outfit. Hier liegt aber auch der Unterschied: Deuleuze und Guattari verschweigen nicht anders als Foucault die Pointe von Nietzsches Machtbegriff: die Idealisierung des Staats im ‘Übermenschen’.“ Daran schließen sich für mich einige Fragen an. Zunächst: Verschweigen die drei von der Denkstelle die Pointe, weil sie nicht anders können (zu dumm) oder weil sie nichts anders wollen (zu böse)? Sodann: Auch wenn es schon mal erfreulich ist, Nietzsche nicht gerade als Gründer des Bismarck-Reichs dargestellt zu bekommen: Ist die Reduktion Nietzsches auf die Rede von der „blonden Bestie“ nicht etwas grob? Ist die Interpretation dieses Raubtieres als den „mythischer Ausdruck“ des Imperialismus nicht etwas einseitig? (Müsste dann Nietzsche nicht im spätviktorianischen England zum Starautor geworden sein?) Ist, um etwas von Dir hier gar nicht Erwähntes zu erwähnen, jene Literatur bloße Makulatur, die seit 1945 aufzeigte, wie die Aneignung Nietzsches durch die Nazis auf sehr gewollten Fehlinterpretationen beruhte — ohne deshalb ganz „falsch“ zu sein? Ist … aber ich will mich hier nicht in Angelegenheiten der Nietzsche-Forschung verheddern.
So viel aber sollte deutlich geworden sein: Ich meine, Deine Darstellung Nietzsches ist, aus welchen Gründen auch immer — immerhin handelt es sich bei dem Text um eine Buchbesprechung —, verkürzend und vereinseitigend. Und ausgerechnet dieser doch wohl etwas „überpointierte“ Nietzsche ist dann der Kern des deleuzisch-foucaldischen Pudels?
20. Ähnlich wie Nietzsche ergeht es bei Dir dann Heidegger. Du rechnest ihn dem zu, „was als deutsche Ontologie begriffen werden könnte“ und erklärst „Heideggers ‘Sein’“ zu etwas, was „den sich selbst verwertenden Wert mystifiziert“. Woher weißt Du das? Welche Möglichkeiten gibt es, hinter die deutschontologische Fassade zu blicken? Mit welchen Methoden ist es Dir gelungen, die Mystifikation zu durchschauen?
21. Für mich stellt es sich so dar: So lange nicht im Konkreten gezeigt wird, inwiefern Deleuze/Guattaris und Foucaults Überlegungen falsch sind, dreht sich ein Satz wie „Das Kapitalverhältnis wird als ‘Wille zur Macht’ fetischisiert“ manchmal auch um zu „Der Wille zur Macht wird als ‘Kapitalverhältnis’ fetischisiert“, und ist dann auch nicht schlechter. Dir mag es abwegig erscheinen, aber warum sollte ich mir nicht die Frage stellen dürfen, ob nicht die TOTALITÄT schon der Fetisch ist — und nicht erst das Ersatzobjekt für deren angebliche Verdrängung, Verschweigung, Auslassung im Poststrukturalismus.
22. Nachdem ich soeben unterstellt habe, dass mancher, der in Nachbars Garten ein Osterei freudig entdeckt, es zuvor als Osterhase dort selbst gelegt hat, komme nun endlich zu meinem Versuch eines Nachweises, dass das Osterei gar keines ist. Mit anderen Worten: Bei den wichtigen Begriffen des Poststrukturalismus handelt es sich nicht um „Ersatz und Entsatz“ für die TOTALITÄT. Dazu lasse ich mich auf Nietzsche und Heidegger, Deleuze und Guattari (oder gar Derrida) nicht weiter ein, sondern beschränke mich auf einen Autor, von dem ich ausnahmsweise wirklich etwas zu verstehen meine, nämlich Michel Foucault. Deine Auffassung von Foucaults Machttheorie deutest Du zwar nur am Rande Deiner Kritik an Diefenbachs und Müllers Deleuze/Guattari-Darstellung an, dennoch halte ich dieses Vorgehen für angemessen, da für Deine Argumentation in der gegenständlichen Buchbesprechung Foucault eine, so meine ich, größere Rolle spielt als in dem besprochenen Buch.
23. Noch eine Randbemerkung: Man beachte, wie behutsam Michel Foucault mit der großen Bedeutung, die Nietzsche und Heidegger für ihn hatten, umging. Nietzsche wird in einer einzigen Schrift erwähnt, Heidegger niemals. Wenn man Foucault nicht geradewegs böse Absicht unterstellen möchte, könnte man meinen, dass das doch auch etwas mit der „Neuralgik“ dieser Denker zu tun gehabt haben könnte.
24. Zustimmend zitierst Du Kornelia Hafners Fomulierung vom „nietzscheanischen Einerlei machtontologischer Figuren“ und meinst, die Autorin lege nahe, dass das poststrukturalistische Denken darin zu sich finde. „Mögen Derrida, Deleuze oder Foucault der ‘großen Bejahung’ Nietzsches auch einen messianischen Akzent versetzen — Derrida möchte ‘den Zugang zu einem affirmativen Denken des messianischen Versprechens eröffnen’ —, ihr Denken ontologisiert die Machtverhältnisse darum nicht weniger.“ Bei meiner Zurückweisung dieser Behauptung werde ich, wie gesagt, von Deleuze, Guattari und Derrida absehen.
25. Kurz und bündig: Bei Michel Foucault gibt es weder eine Ontologie noch eine Ontologisierung der Macht. Anderslautenden Gerüchten kann leicht mit dem Verweis auf Foucaults Texte entgegengetreten werden. Da wäre insbesondere der Abschnitt „Methode“ im Kapitel „Das Dispositiv der Sexualität“ in dem Buch „Der Wille zum Wissen“ (Sexualität und Wahrheit, Bd. 1, S. 113-124). Dieses knappe Dutzend Seiten, das man nur immer wieder zur Relektüre empfehlen kann, enthält wesentliche Überlegungen von Foucaults Machttheorie. Wenn dort nun beispielsweise ein Satz wie „Die Macht ist der Name, den man einer komplexen strategischen Situation in einer Gesellschaft gibt“ eine Machtontologie verkündet, dann hätte ich gegen eine solche wenig Einwände, zumal der besonders aparte Fall einer nominalistischen Ontologie vorläge. Selbstverständlich gibt der Versuch, die Macht anders zu denken, den Foucault hier und anderswo unternahm, Probleme auf. (Vgl. dazu Wolfgang Detel, Macht, Moral, Wissen, insbesondere S. 13 ff., wo Foucaults Machtbegriff und die Machtbegriffe der neueren einschlägigen Literatur diskutiert werden.) Aber zu einer Formel wie „nietzscheanisches Einerlei machtontologischer Figuren“ Zuflucht zu nehmen, wie Kornelia Hafner es tut, ist schlicht ignorant. Man wird den eigenen Köhlerglauben nicht dadurch retten, dass man die begriffliche Leistungen anderer einfach nicht zur Kenntnis nimmt.
26. Etwas verwundert war ich, als ich in Deiner Besprechung der Texte Diefenbachs und Müllers merkwürdige Sätze las: „Andererseits feiert auch hier das Basis-Überbau-Schema fröhliche Urständ: ‘Diese nicht-reduktive Sicht auf die Geschichte ist mit Foucaults Versuch verwandt, historisch von den untersten Ebenen der Analyse auszugehen’ – wie aber findet man zu den ‘untersten Zellen oder Ebenen der Gesellschaft’ (Foucault) und unter welchem Gesichtspunkt sind sie die unteren? Weil sie die oberen tragen? Ähnlich unreflektiert wie mit solchen topischen Metaphern wird mit dem Wahrheitsbegriff verfahren: ‘Wahrheit und richtige Aussagen zu produzieren, sind (…) eine moderne mythologische Konstruktion, mit der bestimmte Ausschlüsse im Denken vorgenommen werden.’ Sei damit nun eine Wahrheit produziert oder eine Mythologie konstruiert — die Aussage hebt sich in jedem Fall selber auf.“ Nicht ganz klar ist mir zunächst, ob Du die von Dir kritisierte Unreflektiertheit bei den Autorinnen feststellst oder bei den von ihnen erwähnten Autoren. Bei letzteren ist sie garantiert nicht zu diagnostizieren. Was Foucault betrifft, macht er ja (etwa an der oben erwähnten Stelle) durchwegs deutlich, wie sich Kräfteverhältnisse verketten usf. Stichwort Kristallisierungen. Aber darum scheint es nicht zu gehen. Eher um eine Unlust, „historisch von den untersten Ebenen der Analyse auszugehen“. Wozu auch? Man hat ja die TOTALITÄT, weiß also schon immer alles und braucht davon das übrige nur noch je nach Bedarf abzuleiten. Du schüttelst den Kopf ob meiner verzerrten Darstellung? Aber auf genau diese Weise verfahren doch gewisse Herren, die sich auf die jeweiligen Gegenstände ihrer Analyse niemals wirklich einlassen, sondern bloß ein paar rhetorisch aufgemotzte Anwendungen abspulen. (Dazu später noch eine Anmerkung.) Deinen Kommentar zu dem Satz über Wahrheit und mythologische Konstruktion habe ich übrigens auch nicht verstanden. Wieso hebt sich die Aussage in jedem Fall selbst auf? Weil auch solche Aussagen, die besagen, es gäbe keine wahren Aussagen, wahre Aussagen zu sein beanspruchen? Das wäre doch wohl zu abgedroschen und zu offensichtlich an den machtkritischen Pointen von Diskursanalyse und Dekonstruktion vorbeiargumentiert …
27. Meine These lautet also: Die poststrukturalistischen Begriffe, die als „Ersatz und Entsatz“ (Du merkst, die Wendung gefällt mir) für TOTALITÄT, KAPITALVERHÄLTNIS, AUTOMATISCHES SUBJEKT etc. in Frage kommen, sind keine solchen, weil die postrukturalistischen Theorien einfach anderswo, auf einer anderen Ebene ansetzen als ihre Kolleginnen und deshalb Begriffe, die der „gesellschaftlichen Realität“ ihr Sein vorschreiben, nicht nötig haben. Oder wie Foucault einmal so schön sagt: „Die Macht ist nicht etwas, was erklärt, sondern etwas, was erklärt werden muss.“
28. Hier die in Abschnitt 26 versprochene Anmerkung: Es war mehr als ein Witz, als ich Dich in meiner Besprechung Deines Buches „Mülltrennung“ als Postmodernen bezeichnete. Dein Selbstverständnis als „Wertkritiker“ in Ehren, aber es stört in den in der „Mülltrennung“ versammelten Texten nicht weiter, denn anders als die oben erwähnten Herren „Ableitungstheoretiker“, die nur rhetorischen Leerlauf zu bieten haben, lässt Du Dich auf die Gegenstände Deiner Untersuchungen ein, hast die Bücher wohl wirklich gelesen, hast die Musik wohl wirklich gehört, hast Dein Denken wirklich von dem affizieren lassen, wozu Du Dich äußerst; Du bewegst Dich nicht in den abgehobene Sphären der TOTALITÄT, sondern in den Niederungen der Analyse. Darum kann ich die Texte der „Mülltrennung“ auch dann mit Gewinn lesen, wenn ich ihrer Argumentation im einzelnen nicht immer zustimme.
29. Dem Satz, dass das Ganze das Unwahre sei, würden manche Verfechter der TOTALITÄT ja noch zustimmen, aber nicht, dass man ja auch versuchen könnte, aufzuhören, die Unwahrheit bzw. eben Totalität zu sagen. Bei Dir etwa heißt es: „Poststrukturalismus erscheint [Kritischer Theorie gegenüber] kategorial fast als Vorgriff auf eine befreite Gesellschaft (hier bricht sich die linke Ethik Bahn), eine ohne Totalität und Wert. Darin vermutlich liegt auch die Faszination dieser Theorien für die Linke, die ihren staatlichen, ‚real-sozialistischen’ oder befreiungsnationalistischen Bezugspunkt verloren hat, für subkulturelle Milieus und verschiedene Bewegungen außerhalb des gesellschaftlichen Mainstreams (Schwule, Lesben, Feminismus etc.). Kategorien, die einem befreiten Zustand entsprechen wollen (…), werden unmittelbar auf den status quo angewandt — und schon existiert die monotone Totalität dieses Zustands, das falsche Ganze (‘grau ist alle Theorie’), nicht mehr, löst sich auf in jene zahllosen Diskurse und erfindungsreichen Dispositive, aufgefächerten Differenzen und vielfältigen Codes, wie der poststrukturalistische Denker sie vor staunendem Publikum aus dem Doktorhut zu zaubern vermag.“ Ich lasse die Unterstellung, es handle sich bei poststrukutralistischen Begriffen um Zaubertricks zur Belustigung des Publikums, einmal beiseite und vernachlässige auch die Idee, es handle sich beim Poststrukturalismus um einen — wie anzunehmen ist unerlaubten, weil unangemessenen — Vorgriff. Bleibt die der Faszination für die postautoritäre Linke und für Randgruppenbewegungen. Dass es diese Faszination gibt, ist eine Tatsache. Streicht man nun, wie ich es tue, den verfehlenden Vorgriff und den Unterhaltungswert als mögliche Erklärungsmomente, so bleibt dennoch etwas übrig. Meine These: Was man Poststrukturalismus nennen könne, trifft sich als Theoriepraxis in vielem mit der Lebenspraxis, mit den Erfahrungen und Wünschen wenn schon nicht „der Linken“, so doch der „Schwulen, Lesben, Feministinnen“, der „Nicht-Weißen“, „Behinderten“, „Asozialen“ usw. usf.
30. Die „Faszination“, die poststrukturalistisches Denken auf die Angehörigen nichthegemonialer Gruppen bzw. Lebensbereiche (ich erspare mir jede weitere Aufzählung) auszuüben scheint, hat übrigens nichts mit „Mode“ zu tun. Zum einen dringen bestimmte akademische Trends zu einigen der nichthegemonialen Gruppen niemals oder nur verspätet vor. Zum anderen gab es seit jeher dort, wo antihegemoniale Bewegungen sich formiert und institutionalisiert hatten, heftige Widerstände, ja Abwehrkämpfe gegen den Poststrukturalismus, zum Teil gibt es sie noch. Man denke an die Butler-Debatte, die teilweise als innerfeministische Anti-Butler-Debatte geführt wurde, oder an die Sorge mancher Anti-RassistInnen, die Dekonstruktion werde ihren Leuten ihre Identität wegnehmen.
31. Was man als Faszination des Poststrukturalismus bezeichnen kann, könnte auch als „zunehmend erfahrene Brauchbarkeit“ beschrieben werden. Wie es darum im einzelnen steht, will ich hier nicht ausführen. Für meinen Argumentationszusammenhang ist nur wichtig, dass „postrukturalitische“ Theorie mit ihren hegemoniekritischen Verfahren sich deshalb so gut mit „poststrukturalistischer“ Praxis der Angehörigen nichthegemonialer Gruppen und Lebensbereiche verbindet, weil diese Theorie erstens zu einem Gutteil aus dieser Praxis stammt und weil sie sich zweitens genau dort in ihrer Realitätstauglichkeit bewährt. Das beste Argument gegen Totalitätsdenken ist nämlich die Existenz von Menschen, die aus jeder gesellschaftlichen Totalität immer schon zumindest ein Stück herausragen.
32. Das Gegenargument lautet naturgemäß, dass da nur scheinbar (oder „undialektisch verstanden“) herausgeragt wird. Die TOTALITÄT ist da, auch wenn man sie nicht sieht. Wer da nicht hineinpasst, ist selber schuld. In dem Zusammenhang fällt mir ein, dass mir vor ein paar Wochen ein führendes Mitglied der „Marxistischen Gruppe“ (weiß, männlich, heterosexuell) in wenigen Worten lückenlos ableitete, warum im Kapitalismus die Homosexuellen unterdrückt würden — bevor ich ihn stoppte und ihm erklärte, ich befasste mich schon ein paar Jährchen mit derlei Fragen, und was er zu bieten habe, sei angesichts nicht nur meines Forschungsstandes etwas dürftig. Er hatte nicht nur sämtliche historischen und ethnologischen Erkenntnisse ignoriert, ihn interessierte schon gar nicht, was es für die Betroffenen bedeutet, bloß Opfer der Nebenwidersprüche des von ihm festgesetzten Hauptwiderspruchs zu sein. Tatsächlich bringen „Analysen“ vom Typus „Es gibt X und darum … und darum … und darum …” gar nichts. Die Erfahrungen von Angehörigen nichthegemonialer Gruppen sind zu komplex und zu widersprüchlich, um bei solchen Versuchen ihrer Integration in totalitätsorientierte Erklärungsapparate nicht zurechtgestutzt werden zu müssen. Man kann selbstverständlich sagen: Was soll’s, wir beschränken uns auf die Erfahrungen weißer heterosexueller Männer in mittleren Jahren, was die als gesellschaftliche Realität erleben, ist sie auch … Nun ist persönliches Erleben gewiss noch kein Argument; dass aber die persönliche Lebensführung überall dort ausgeklammert werden muss, wo sie die Argumentation in Frage stellen könnte, gibt doch zu denken. — Andererseits ist selbstverständlich niemand schon deswegen ein rassistisch, sexistisch, homophob usf., weil er kein Poststrukturalist ist.
33. Zurück zur Frage nach dem vermeintlichen poststrukturalistischen „Vorgriff auf eine befreite Gesellschaft (…) ohne Totalität und Wert“. Meine These dazu lautet zugespitzt so: Dieser „Vorgriff“ in der Theorie ist durchaus angemessen, weil es „Vorgriffe“ in der Praxis gibt. Anders gesagt: Die Totalität ist nicht total, das Ganze ist nicht „ganz“, nicht einheitlich und geschlossen, sondern es gibt nichtintegrierbare Widersprüche, Brüche, Lücken. Und zwar nicht ausgedachte, sondern gelebte, die auch die raffinierteste Schreibtisch-Dialektik nicht zum Verschwinden bringt. Es ist ja dann vielleicht nur noch ein Schritt — freilich ein bedeutender —, ob man sagt „Das System hat lauter Löcher“ oder „Das System besteht nur aus lauter Löchern“. Denkt man von der Löchern, den Rändern, Differenzen, Verschiebungen, Auslassungen usf. her; oder denkt man die Löcher usf. zu und weg, indem man sich dem System zuwendet? Mit Foucault könnte man vielleicht sagen, es gibt keinen absoluten Gegensatz zwischen einem „befreiten Zustand“ (man dächte ihn denn als etwas Eschatologisches) und einem „unbefreiten“; weshalb auch kein Vorgriff not tut. Vielmehr sind die „befreiten“ und „unbefreiten“ Zustände gleichzeitig vorhanden, bedingen einander, durchdringen einander. Macht und Widerstand gehören zusammen. Das erst ermöglicht es, konkrete gesellschaftliche Kämpfe zu führen — illusionslos, weil nicht über die Schlechtigkeit der Welt gejammert und auf den Messias gewartet werden muss.
Obwohl es noch allerhand zu sagen und zu fragen gäbe — etwa zum Thema „poststrukturalistischer Erkenntnisverzicht“ —, höre ich an dieser Stelle auf. Wie ich eingangs schon sagte, geht es mir hier nicht darum, wer Recht hat (das weiß ich ja), sondern darum, Fragen zu stellen, Antworten zu geben, Anregungen aufzugreifen und vielleicht neue zu vermitteln. Eines dürfte wieder klar geworden sein: Neben und vielleicht in allem Sachlichen gibt es ein zwar kommunizierbares, aber nicht argumentierbares Moment in der Auseinandersetzung mit dem „Poststrukturalismus”. Es geht um jeweilige Vorlieben und Abneigungen, Hoffnungen und Befürchtungen, Gewohnheiten und Unbehaglichkeiten, die man nicht vorschnell rationalisieren, schon gar nicht psychologisieren sollte. Diese „Unsachlichkeiten“ erst eröffnen dem Denken den Bereich des Gestischen und Mimischen, mit dem es sich wirklich mitteilt, sie erst lassen es faszinieren — oder langweilen. Ich hoffe, letzteres war wenigstens nicht der Fall.
Stefan Broniowski
27. Januar 2000

 


Broniowski, Stefan: „Wertstoffe, gut sortiert”, in: Volksstimme 26 / 1. 7. 1999
Broniowski, Stefan: „Aufnahme und Abgrenzung”, in: Volksstimme 2 / 13. 1. 2000
Detel, Wolfgang: Macht, Moral, Wissen. Foucault und die klassische Antike, Frankfurt a. M. 1998
Foucault, Michel: Sexualität und Wahrheit 1. Der Wille zum Wissen, Frankfurt a. M. 1983 (frz. 1976)
jour-fixe-initiative berlin (Hg. ) : Kritische Theorie und Poststrukturalismus. Theoretische Lockerungsübungen, Berlin/Hamburg 1999
Scheit, Gerhard: Mülltrennung, Hamburg 1998
Scheit, Gerhard: „Poststrukturalismus und Kritische Theorie“, in: Streifzüge 2/2000 (auch hier: http://www.streifzuege.org/2000/poststrukturalismus-und-kritische-theorie)


 

 

 
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